Julián Grau Santos
Canfranc, Huesca, 1937
Julián Grau Santos ist einer der herausragenden Namen der spanischen Figuration in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Als Sohn der Maler Emilio Grau Sala und Ángeles Santos wuchs er in einem von künstlerischem Schaffen geprägten Umfeld auf und studierte an der Kunsthochschule Sant Jordi in Barcelona.
Seine Aufenthalte in Paris brachten ihn in direkten Kontakt mit der impressionistischen und postimpressionistischen Tradition, insbesondere mit Cézanne, Sisley, Renoir, Monet und Van Gogh. Diese auf persönliche Weise verarbeiteten Einflüsse stehen am Ursprung einer Malerei, in der Licht, Farbe und ein fließender, ausdrucksstarker Pinselstrich im Mittelpunkt stehen.
Stillleben, Landschaften, Gärten, Interieurs und Szenen des Alltags gehören zu seinen wiederkehrenden Motiven. Ohne sich einer bestimmten Strömung anzuschließen, hat Grau Santos die figurative Tradition mit einer Malerei von großem atmosphärischem Feingefühl erneuert, die das Alltägliche in ein im Kern malerisches Erlebnis verwandelt.
Sein Werdegang umfasst zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und eine bedeutende Präsenz in öffentlichen und privaten Sammlungen. Seit 1980 ist er Mitglied der Société Nationale des Beaux-Arts in Paris, und sein Werk nimmt einen festen Platz in der zeitgenössischen spanischen Figuration ein.