Luis Feito
Madrid, 1929 – Rascafría, Madrid, 2021
Luis Feito ist einer der großen Protagonisten der Erneuerung der spanischen Malerei in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und einer der wichtigsten Wegbereiter der informellen Abstraktion in Spanien. Nach seiner Ausbildung an der Königlichen Akademie der Schönen Künste San Fernando gab er die Figuration nach und nach auf und entwickelte ab Anfang der Fünfzigerjahre eine Malerei aus Materie, Geste und kompositorischer Freiheit.
1957 war er Gründungsmitglied von El Paso, einer Gruppe, die eine entscheidende Rolle bei der Herausbildung der spanischen Nachkriegsavantgarde spielte. In dieser Zeit schuf er Oberflächen von großer materieller Intensität aus Öl, Sand und anderen Stoffen, mit einer Palette, die zunächst von Weiß, Schwarz und Ocker bestimmt war.
Seine weitere Entwicklung führte ihn zu zunehmender formaler Vereinfachung, zur Einführung von Rot als Element starker farblicher Spannung und später zu neuen Untersuchungen über Raum, Farbe und Geometrie. Seine internationale Laufbahn umfasste lange Aufenthalte in Paris, Montreal und New York sowie die Teilnahme an bedeutenden Biennalen und internationalen Ausstellungen.
2002 widmete ihm das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía eine umfassende Retrospektive mit fünf Jahrzehnten seines Schaffens und bestätigte damit Feitos Stellung als einer der großen Namen der spanischen Abstraktion.